Captivité
« Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein. »« Son regard, à force de voir passer les barreaux,
s’est tant lassé qu’il ne retient plus rien.
Il lui semble qu’il y a mille barreaux
et, derrière les mille barreaux, aucun monde.La démarche souple aux pas puissants et légers,
qui tourne dans le plus étroit des cercles,
est comme une danse de force autour d’un centre
où se tient, étourdie, une grande volonté.Parfois seulement, le rideau de la pupille
Rainer Maria Rilke, Der Panther (Neue Gedichte, 1907)
se lève sans bruit. Alors une image y entre,
traverse le silence tendu des membres
et, dans le cœur, cesse d’être. »